Pressedownload – Fritz Eckenga
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GREATEST FRITZ
Der Künstler ist seit fünfzig Jahren im öffentlichen Dienst tätig. Er ist mit der gnädigen Unschärfe der Altersweitsichtigkeit gesegnet und deswegen autorisiert, rechtsverbindliche Antworten auf Fragen zu geben, die ihm seit überschlägig ermittelten 4.500 Tagen Tourneeleben im Weg rumliegen. Hier ein winziger Ausschnitt aus dem Katalog:
- Wie hoch ist die Halbwertzeit von an durch an Gefäßwänden abgelagertem synthetischen Pizzakäse auf Vorderschinkenformfleisch?
- Warum sind die Flamingos rosa?
- Gibt es intelligentes Leben auf der Erde?
- Wieso werden große Ferien immer kleiner?
- Wie lief’s denn heute so?
- Ist es möglich, aus ungünstig frisierten Soziopathen amerikanische Präsidenten herzustellen?
- Warum gibt es auf Kreuzfahrtschiffen viel mehr zu essen als in geschlossenen psychiatrischen Abteilungen?
- Wo genau liegen die Misantropen?
- Wieviel sind eigentlich zehn Zentimeter?
- Wer ist der Chef vom Stadion?
- Wenn er nicht rauskommt, muss er ihn dann auch nicht haben?
- Wird auf den Mittelstreifen der Bundesautobahnen Salat angebaut?
- Kannst du es nur sehen, wenn du aufgemacht hast?
- Wonach riecht die feuchte Stelle im Flokati?
- Weiß er, dass der Anästhesist ein Schalker ist?
- Warum wurde noch nie ein Gedicht über fleischfarbene Füßlinge geschrieben?
- Seit wann trägt der Brillenbär Kontaktlinsen?
- Wo sind all die Indianer hin?
- Geben Dressurpferde klügere Antworten als Fußballer?
- Muss der November immer noch unflätig beschimpft werden?
- Wo far denn noch die Wlasche gleisch?
Sollte dann noch Zeit sein, beantwortet Fritz Eckenga gegen eine geringfügige Bearbeitungsgebühr auch gerne Ihre Fragen.
Honorar – und niemals Rente!
Bis zum letzten Altersreim!
Nichts Püriertes! Nur al dente!
Kommt mir nicht mit Haferschleim!
P R E S S E S P I E G E L
Süddeutsche Zeitung
Seine Beobachtungen treffen ins Schwarze, sein Wortwitz lässt die Zuschauer Tränen lachen. Fazit nach zweieinhalb Stunden: Eckenga macht den Wahnsinn erträglich.
Bonner General-Anzeiger
Was die Welt und seine Mitmenschen ihm auch zumuten mögen – Fritz Eckenga, der Erfinder der „Ruhr-Romantik“, macht sich seinen eigenen Reim drauf. Fazit: Man muss nicht aus dem Ruhrpott kommen, um seinen Spaß daran zu haben. Aber irgendwie sind dieser Tonfall und Eckengas ketzerischer Geist wie füreinander geschaffen. Das passt. Tor!
Rhein-Main-Presse
Er analysiert, seziert und führt sie vor, jene wunderlichen Exemplare der Spezies Deutscher Bundesbürger, die seines Erachtens dringend der Behandlung bedürfen und diese heißt „nachdenken“ statt heimwerken.
Der Spiegel
Eckenga philosophiert mal melancholisch, mal blödelnd über die Dinge des Lebens – also Fussball, Politik, Frauen –, dann geht es noch um Wichtigtuer,
Weicheier und Alltagsgeschichten aus dem Ruhrpott. Eckenga ist ein wunderbarer Jongleur der Sprache, ironisch, poetisch, charmant.“
Tagesspiegel, Berlin
„Hat die melancholische Lebensklugheit von Kästner. Die silbenstecherische Lust von Morgenstern. Die Blödellaune von Gernhardt und ein Meisterwerklein (…): Der Wein war ein Gedicht“.
Abendzeitung, München
Satirische Leckereien aus dem politischen Alltag und dessen kuriose Spielformen – direkt aus dem Spe(c)ktrum der Macht.
Deutschlandfunk
Keiner kann die Dinge so ungemein gezielt neben den Punkt bringen – es ist die unverkennbare, oft herrlich respektlose Eckenga-Perspektive, die natürlich auch Mitmenschen und den von ihm so benannten „Nahbereich der Gegenwart“ privat wie politisch ins Komisch-Absurde überdreht.
Trierischer Volksfreund
Kabarett von literarischer Klasse, aufbereitet mit hintergründigem Humor und verpackt in pointierte Lyrik, Prosa und Parodie.
literatur konkret
Ernste Großdichter wie Durs Grünbei oder Raoul Schrott, die sich mit demonstrativem Vielwissen und schweren Intellektualstrapazen lyrisch kaltstellen, könnten bei Fritz Eckenga lernen. Aber wahrscheinlich können sie es gar nicht.
Badische Neueste Nachrichten
Frische und Frechheit, ab und zu Rotzigkeit. Viel Ärgerliches in der Welt wird leichter, wenn Eckenga serviert.
Westfalenspiegel
Eckengas Produktivität sucht ihresgleichen. Er ist im Radio zu hören, auf Tourneen unterwegs, arbeitet für Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und hat in 22 Jahren 17 Bücher veröffentlicht. Auch als Hörspiel- und Theaterautor ist er in Erscheinung getreten. Eckenga ist in allen Genres zuhause: Lyrik, Prosa, Szene, Sketch, Stand-Up-Comedy – alles ist dabei.
Dorstener Zeitung
Dieser Mann erklärt Deutschland mit so viel distanzierter Hingabe, dass er sein Eigenziel, das „Jammern auf hohem Niveau“, mühelos erreicht.
Z I T A T E
Eckenga über seinen “Beruf”
“Ich habe ja meistens gar nicht das Gefühl, dass ich einen Beruf habe. Mein Beruf ist so eng mit meinem eigentlichen Leben verbunden, dass die Übergänge fließend sind. Ich glaube auch nicht, dass ich ausdauernd irgendwas so gerne machen würde, wie das, was ich tue. Ich müsste ja auch sonst Sachen machen, die ich nicht so gut kann.”
Eckenga über “Inhalte”
“Ich mache keine Themenabende, an denen der Anforderungskatalog >relevantes Kabarett< abgearbeitet wird. Es geht vor allem darum, dass wir es hinbekommen, trotz aller Bedrängungen und Belästigungen einen interessanten Abend zusammen zu haben. Einen, den man mit einem guten Gefühl mit nach Hause nehmen kann und der hoffentlich länger vorhält.”
Eckenga über die “Wirklichkeit”
“Wirklichkeit kommt vor. Aber es ist meine Wirklichkeit. Und ich bin Künstler. Könnte also sein, dass die Menschen nachher sagen: Hab‘ ich so noch nicht drüber nachgedacht. Oder gerne auch: Nach gelacht.”
Eckenga über “neue” Programme
“Meine Programme verändern sich ständig. Sie werden durch Pandemien ausgebremst, geimpft, flott gemacht, durch Kriege unterbrochen undsoweiter undsofort. Ich bringe sie ständig auf einen anderen Stand. Für mich sind es also immer frische Programme. So gesehen ist es fast absurd, dass ich jetzt wieder ein “neues” aufführe. Aber so war es bei mir eigentlich immer. Muss wohl so sein. Mir wird sonst auch schnell langweilig. Und da hat ja keiner was von.”
A U S Z E I C H N U N G E N
2008 Eiserner Reinoldus (Presseverein Ruhr / Deutscher Journalistenverband)
2010 Peter-Hille-Literaturpreis (Nieheimer Schuhu)
2011 Literaturpreis Ruhr
2012 Salzburger Stier
2017 Tegtmeier-Ehrenpreis
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© Ralf Rottmann – www.rottmann-foto.de








